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Während der Festreden zu ihrer Jubiläumsfeier stellt Tanja Wyss fest, dass sie ausgelaugt und unzufrieden mit ihrem Leben ist. Zwanzig Jahre in ihrem Traumberuf als Lehrerin, eine erst kürzlich gescheiterte Ehe, sowie der plötzliche Tod ihrer Mutter fordern ihren Tribut.
Am liebsten würde sie ausbrechen und ihre Wurzeln suchen. Sie ist ohne ihren Vater aufgewachsen und weiß außer, dass er nach Alaska ausgewandert ist und ein selbstsüchtiger Idiot ist, nichts über ihn.
Sie macht sich auf die Suche und gibt damit ihrem Leben ganz neue Impulse.
„Nordlichter“ ist ein toller, emotionaler Abenteuerroman.
So etwas lese ich selten, aber es hat sich gelohnt. Tanja wird als mutige Frau dargestellt, die aber ihren selbstbestimmten Weg nicht einfach mutig drauf los geht.
Sie hat einige Menschen, die sie beraten und begleiten. Ihre Entscheidungen trifft sie alleine nach eingehender Überlegung und Besprechung mit ihrer Freundin. Es geht nicht alles gut oder problemlos. Sie arbeitet oder boxt sich durch und gibt nicht vorschnell auf.
Gerade ihr Scheitern zwischendurch und das sinnbildliche Aufstehen machen den Lesern Mut.
Ich habe das Buch an zwei Abenden durchgelesen, was auf einen flüssigen Schreibstil und Lesefluss schließen lässt. Das einzige, was mich persönlich immer wieder etwas gestört hat, waren die Sätze wie „Aber sie hatte in diesem Moment keine Ahnung davon, wie umfassend diese Entscheidung ihr Leben verändern würde“ oder ähnliche am Ende einiger Kapitel.
Solche Sätze brauche ich nicht. Vorahnungen oder Befürchtungen hege ich gerne selbst.
Abschließend möchte ich nicht verhehlen, dass mir das Buch gut gefallen hat.
