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Hannah folgt ihrem Traummann Thomas von München an den Bodensee. Thomas lebt mit seinem fünfjährigen Sohn Ben in einer riesigen Villa direkt am See.
Seit dem überraschendem Verschwinden seiner Mutter spricht Ben kein Wort mehr. Mit Hannah versucht Thomas wieder eine normale Familie aufzubauen, aber der Schatten seiner Frau beeinträchtigt Hannahs Gefühlsleben.
Die Erzählerin Suzan Erentok passt definitiv gut zu diesem Thriller. Ihre Stimme und ihre Sprechweise unterstützen Hannahs Gedanken-und Gefühlswelt, ihre Naivität und ihre Zweifel.
Die Geschichte des Thrillers mit all seinen Richtungswechseln ist spannend und phasenweise auch gruselig, aber die Umsetzung fand ich teilweise richtig nervig.
Hannahs Überraschung darüber, dass sie nahezu allein in dieser großen, septischen Villa mit einem verstörten, sprachlosen Kind leben wird, kann ich nicht nachvollziehen. Sie war öfters als Gast in diesem Haus. Sie kennt die Verhältnisse und sie weiß, dass Thomas während der Woche in München lebt und arbeitet. Warum sollte sich daran etwas ändern, wenn sie an den Bodensee zieht? Seltsam ist auch, dass Hannah die Hauswirtschafterin und Kinderfrau, die auch in dem Haus lebt, offenbar vorher nie wahrgenommen hat.
Einzelne Hinweise und Geräusche veranlassen Hannah zu langen Grübeleien, Zweifeln, Richtungswechseln und Verdächtigungen. Ihre Herangehensweise an die Suche nach Katharina empfand ich naiv und unglaubwürdig.
Die Auflösung, naja, ist ziemlich hanebüchen.
