Veröffentlicht in Romane

Der etwas andere Liebesroman

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Schwer und nur kurz finden Will und Rosie zueinander. Zärtliche Blicke und lange Gespräche in der Nacht am Lagerfeuer oder Leuchtturm können das abrupte Ende ihrer gerade erst angefangenen Liaison nicht verhindern.

Aber so ganz können sie voneinander nicht lassen.

Während des Lesens dieser durchaus ungewöhnlichen Liebesgeschichte, konnte ich den Hype und die Vorschusslorbeeren zu diesem Buch nicht immer nachvollziehen.

Es hat einige Längen und Durchhänger. Immer wieder wird ausführlich beschrieben, wie endgültig und enthusiastisch jeder der Beiden sein Leben ohne den anderen aufbaut und neu ordnet. Das ist nachvollziehbar, aber für mich war es zu ausführlich, um beim nächsten Mal wieder mit Geduld und Empathie dabei zu bleiben.

Größenteils konnte ich mich mit Rosie nicht identifizieren. Sie lässt sich von Regeln beherrschen, ist sehr moralisch und will es jedem recht machen, außer sich selbst. Dabei nutzt sie Will gnadenlos aus. Das ist bei vielen Liebespaaren so. Aber es war übertrieben, weshalb die beiden für mich kein „unvergessenes Liebespaar der Weltliteratur“ sind.

Abgesehen davon, dass mir die Liebesgeschichte nicht so ganz gefallen hat, bin ich vom Schreibstil der Autorin Claire Daverley begeistert. Sie hat teilweise sehr poetisch und mit einem Weichzeichner die Geschichte erzählt. Die unterschiedlichen Charaktere von Will, Rosie, Simon und Marley wurden hervorragend ausgearbeitet. Bis auf Rosies Reaktionen konnte der Leser durch die intensive Charakterisierung viele Entscheidungen und Aktionen gut nachvollziehen und manchmal auch vorausahnen.

Das Buch ist sicher lesenswert, aber für mich keine Offenbarung, deshalb gibt’s nur 4 Sterne.

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