Veröffentlicht in Romane

Genialer Geschichtenerzähler

🦉🦉🦉🦉

Der dreizehn-jährige Patch wird beim Versuch, seine Klassenkameradin vor einem möglichen Vergewaltiger zu schützen, entführt. Lange Zeit liegt er in völliger Dunkelheit mit einer Stichverletzung teilnahmslos auf einer Matratze, bis er plötzlich ein junges Mädchen neben sich fühlt. Grace begleitet ihn während wilder Fieberträume und langsamer Genesung.

In seinem Heimatort setzt seine Freundin Saint alle Hebel in Bewegung, um Patch zu finden.

Als es ihr endlich gelingt, ist Patch völlig verändert.

Er trauert seiner Gefährtin nach, die auf unerklärliche Weise verschwunden ist. Niemand glaubt ihm, dass es Grace wirklich gibt.

 

 

Chris Whitaker ist ein bemerkenswerter Erzähler, der die Farben des Dunkels beeindruckend beschrieben hat. Conny Lösch als Übersetzer, hat dem Roman die gefühlvollen und manchmal auch harten Passagen eine sensible Note gegeben.

Wir begleiten den Lebensweg der beiden Protagonisten über mehrere Jahrzehnte. Zwischendurch habe ich das Gefühl, dass alle Schicksalsschläge der gesamten Region im Lebensraum der Beiden stattfinden. Manchmal war es mir etwas zu viel. Richtungsänderungen, Talente, Perfektionismus und Verbrechen werden bei Patch gebündelt, aber, und das muss ich ehrlich zugeben, von außen nachvollziehbar erzählt. Wir werden nach und nach in Patchs und Saints Bann gezogen.

Chris Whitaker ist es gelungen den Spirit der damaligen Zeit einzufangen und den „American Way of Life“ zu skizzieren. Die Besessenheit von Patch wird genauso intensiv beschrieben, wie die Zielstrebigkeit von Saint.

Obwohl „In den Farben des Dunkels“ ein dicker Wälzer ist, fällt der Abschied von Patch, Saint, Sammy und Charlotte schwer.

 

Hinterlasse einen Kommentar