Veröffentlicht in Romane

Wow, immer neue fantastische und spannende Ideen

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Scandor – eine außergewöhnliche Challenge.

Philipp und Tessa und achtundneunzig weitere Glücksritter stellen sich der besonderen Aufgabe, während der Challenge nur die Wahrheit zu sagen. Auch die kleinste Notlüge oder Höflichkeitsfloskel lassen die schlimmsten Albträume wahr werden.

Dem Sieger winken fünf Millionen Euro. Die neunundneunzig Verlierer müssen sich ihrem eigenen Albtraum stellen.

Überwacht wird das Ganze von Scandor, dem unfehlbaren Lügendetektor, rund um die Uhr, jeder Zeit eine Schwindelei witternd.

Für mich als achtundsechzig-jährige Leserin ist es immer wieder eine besondere Freunde Ursula Poznanskis Jugendbücher zu lesen. Ob Erebos 1+2, Cryptos, Eleria und Oracle, alle haben eine visionäre Gemeinsamkeit „Was wäre, wenn…“ in alle Richtungen gedacht.

In diesem Buch geht’s um Lügen, die wir gedankenlos täglich mehrmals von uns geben. Während der Lektüre wird mir erst bewusst, wie viele kleine Lügen ich teils aus Gewohnheit, teils aus Höflichkeit und teils aus Faulheit, um Diskussionen aus dem Weg zu gehen, meinen Mitmenschen auftische. Scandor macht bewusst, wie anstrengend es ist, die reine Wahrheit zu sagen. Das macht schon nachdenklich.

Zum anderen haben wir mit Scandor ein Überwachungssystem, dass den modernen Smartphones erschreckend nahekommt.

Hinter dieser Wahrheitschallenge gibt es noch eine andere besondere Wahrheit, die gefunden werden soll. Frau Poznanski flicht diese Geschichte behutsam, aber stetig in den „Kampf“ um die Wahrheit ein, so, dass es in mir im Laufe der Geschichte anfing zu brodeln, weil ich wissen wollte, was hinter den Andeutungen steckt.

Alles in Allem ist es ein spannendes Buch, das es in sich hat, das nicht nur gut unterhält, sondern zum Nachdenken animiert.

Chapeau Ursula Poznanski!

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