Veröffentlicht in Thriller

Düster, bizarr, spannend, wie die vorherige Reihe

🦊 🦊 🦊 🦊 🦊

Die Cold-Case Ermittlerin Karla Hofbauer, vom Bundeskriminalamt Wien, wird in Hamburg erstochen und brutal im Gesicht verunstaltet, aufgefunden.

Die Beamten des LKA Hamburg tappen zunächst im Dunkeln, weil sie nicht wissen, dass Karla Hofbauer mit dem zurückgezogenen Kriminalpsychologen Simon Dorn an mehreren Cold-Case Fällen arbeitet.

Dorn hat sich nach mehreren Schicksalsschlägen von der Außenwelt in sein geerbtes Hotel Dornwald in Bad Gastein abgekapselt.

Jan Beck hat mit seinem aus dem Rahmen oder auch Raster gefallenen Polizeipsychologen wieder einmal den Nerv der Krimi-und Thriller begeisterten getroffen.

Dorn, ein äußerst kompetenter Kriminalpsychologe, zieht sich in die Sicherheit seines elterlichen Hotels zurück. Er ist verängstigt, misstrauisch und will die Welt vor sich schützen, da er offensichtlich jedem, der ihm etwas bedeutet, den Tod bringt. Er steigert sich so extrem in seine Ängste hinein, dass er nicht mehr in der Lage ist, sein Hotel zu verlassen. Ich glaube, da kommt noch viel Erschütterndes und Tragisches auf uns Leser in den folgenden Büchern der Reihe zu.

Lea Wagner dagegen ist offen, mit frischen Ideen, unerschütterlich im Umgang mit Dorn und eine analytisch denkende Ermittlerin. Die Beiden passen hervorragend zusammen, auch wenn sie das noch nicht so sehen.

Der Fall des Serienmörders wird langsam, aber nachvollziehbar durchschaubarer, bis zu einem bestimmten Punkt. Ich glaube, dass ich nicht die einzige Leserin war, die plötzlich irritiert vor und zurückblätterte. Aber Chapeau, das war gut gemacht. Überhaupt ist die Schreibeweise klar und gut und vor allem schnell lesbar (insbesondere bei den spannenden Szenen). Die Thriller von Jan Beck sind brutal und blutig. Trotzdem kann ich sie lesen, ohne dass es mir zu viel wird. Ich habe den Eindruck, dass er im Gegensatz zu manch anderen Thriller Autoren, die blutigen, sehr brutalen Stellen nur streift und sich nicht daran ergötzt.

Danke, ich freue mich auf mehr.

Hinterlasse einen Kommentar