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Camilla trennt sich von ihrem Freund Noah, Künstler Anfang dreißig, weil sie das Leben mit ihn nicht mehr ertragen kann. Seit Jahren finanziert sie den gemeinsamen Haushalt. Sie will nicht mehr einem ungeliebten Job nachgehen, um ihrem Partner seinen künstlerischen Traum zu ermöglichen, mit dem er bislang kein Geld verdient.
Noah will seine große Liebe nicht verlieren. Als eine ältere Dame ihm die Möglichkeit bietet zu einem großen Vermögen zu kommen, lässt er sich auf einen zweifelhaften Deal ein.
„Wut und Liebe“ wäre kein Buch von Martin Suter, wenn es nicht voller Leidenschaft, Liebe, Ehrlichkeit, Hass und Verschlagenheit wäre, gekonnt verschlungen mit Hoffnung, Sackgassen und unerwarteten Wendungen. Ich liebe seine Geschichten.
Gelesen wird dieses großartige Werk von Gerd Heidenreich. Seine Stimme sowie seine besondere eigene Art zu sprechen, passen hervorragend zu einem Suter-Werk.
Die einzelnen Protagonisten werden eingehend beschrieben. Anfänglich glaubte ich mich in einen Liebesroman verlaufen zu haben und hätte mir im ersten Drittel des Romans etwas mehr Dynamik gewünscht. Noahs Leiden nach der beendeten Beziehung waren mir zu üppig und dadurch langatmig dargestellt.
Das Hin und Her in Camillas Verhalten konnte ich sehr gut nachvollziehen. Schließlich hat sie immer betont, Noah zu lieben. Auch die Eindrücke, die Camilla und Noah beim Zusammentreffen mit Peter Zaugg gewinnen, sind irritierend und widersprüchlich und so wird man immer mehr in dieses Buch hineingezogen. Unterstützt werden die Thriller-artigen Szenen von Gerd Heidenreichs sachlicher Erzählweise.
Absolute Leseempfehlung, wobei das Hörerlebnis noch eine Idee höher einzuschätzen ist.
