
🦊 🦊 🦊
Ein nächtlicher Anruf ihres Vorgesetzen beschert der Kriminalkommissarin Hulda Hermannsdóttir endlich den ersehnten großen Fall, um eine Beförderung zu erreichen.
In einem 20 Jahre alten Entführungsfall, ein erst wenige Monate alter Säugling wurde entführt, tauchte gestern der Teddy des Babys im Norden auf.
Hulda fährt eher unfreiwillig mit ihrer neuen Kollegin in den Norden nach Blönduós, um die Ermittlungen aufzunehmen.
Dort lernt sie die verschwiegenen Bewohner kennen und einen sehr interessanten jungen Mann.
Der Titel des Buches ist nicht ohne Grund HULDA. Dieser Thriller beleuchtet den psychischen Zustand der jungen Kommissarin, mit all ihren Zweifeln, Wünschen, Belastungen und Träumen. Sie ermittelt, stellt Fragen, versucht zu kombinieren und ist doch mit ihren Gedanken und Gefühlen immer bei sich und ihren privaten Problemen.
Nicht selten fragt sich Hulda, warum sie eigentlich Polizistin geworden ist, was sich der Leser auch zwischendurch fragt, und doch kommt ihr wieder ihr Instinkt zu Hilfe. Ihre Ermittlungen führen immer wieder in eine Sackgasse, aber ihr Instinkt…
Die einzelnen Protagonisten sind eher oberflächlich erarbeitet worden, bis auf Ísak. Über ihn erfahren wir etwas mehr, aber eigentlich mehr über die Gefühle, die er bei Hulda auslöst. Letztendlich bleibt auch er ziemlich undurchsichtig.
Der Schreibstil von Ragnar Jónasson ist einfach und gut lesbar. In den Vorgängerbüchern über Hulda wurde aber mehr über Island und die wunderschöne Landschaft geschrieben.
Das und eine Thriller mäßige Spannung habe ich vermisst.
