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Die Architektin Tilda sucht Abgeschiedenheit und Ruhe nach dem tragischen Einsturz eines Theaters, den sie zu verantworten hatte. Im Nachlass ihres italienischen Vaters wird sie auf einen Geisterort auf Sardinien aufmerksam. In Botigalli werden renovierungsbedürftige Häuser für einen Euro verkauft, um neue Bewohner in den Ort zu locken.
Sofort macht sie sich ans Werk. In kurzer Zeit erfährt sie einiges über ein Massaker, das in ihrem Haus stattgefunden hat. Trotzdem fühlt sie sich wohl in diesem verlassen Ort. Aber ich sie wirklich allein?
Wie bereits im „Das Baumhaus“ lässt Vera Buck ihre Protagonisten anfänglich Idylle und Ruhe finden, um es dann zum Albtraum werden zu lassen.
Vera Bucks Schreibstil ist leicht zu lesen, stimmungsvoll und bildhaft. Man spürt förmlich den Staub, die Hitze und die Stille. Drei Erzählstränge, Tildas Gegenwart, die Vergangenheit der 17-jährige Franca und vereinzelte Sequenzen über jemanden, der gefangen ist, führt die Autorin behutsam zusammen. Tildas Bruder Nino, der Journalist Enzo und der einzige Überlebende des Massakers stiften ziemlich viel Unruhe, treiben die Handlung aber voran und sorgen für Spannung.
Trotz einiger Längen ist „Der dunkle Sommer“ spannend, abwechslungsreich und immer für eine Überraschung gut. Ich freue mich schon auf ihr nächstes Buch.
