Veröffentlicht in Thriller

Spannend, aber letztendlich unbefriedigend

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Eine junge Frau wird tot auf dem Eis gefunden. Nur oberflächliche Verletzungen und Tierzahnabdrücke sind zu erkennen.

Hat sie Selbstmord begangen?

In der forensischen Psychiatrie-Klinik, die sich unweit des Fundorts der Leiche befindet, herrscht Unruhe und die Gerüchteküche brodelt, denn die Tote, Felicia Forst, war Patientin von Anna Varga. Sollte es sich um Selbstmord handeln, hat das Konsequenzen für die behandelnde Psychologin.

Anna Varga versucht selbst zu ermitteln und wird durch anonyme Hinweise angetrieben.

Ich kann die Begeisterung um diesen Thriller leider nicht teilen.

Sicher, er ist spannend aufgebaut und die sehr kurzen Kapitel treiben den Leser oft von einer Szene in die nächste.

Ich konnte aber zu keinem Protagonisten eine Beziehung aufbauen. Alle waren mit verschiedensten Problemen beschäftigt. Da ist die eigentlich fähige Polizistin, die nur mit der Trennung und dem baldigen Wiedersehen mit ihren Kindern beschäftigt ist. Nach der Selbstmord Feststellung durch die Pathologie, stellt sie sofort alle Ermittlungen ein.

Anna, die sich mehr um ihre berufliche Reputation sorgt und nur halbherzig Nachforschungen anstellt. Miro kümmert sich erst nach einem weiteren Verbrechen und das sehr amateurhaft. Keiner der Beiden kommt auf die Idee die Polizei einzuschalten und dass, obwohl beide mit der Polizistin befreundet sind.

Das alles reicht mir nicht für einen guten Thriller, zumal das Ende mehr als konstruiert wirkt.

Ich habe die ersten beiden Fälle der Psychologin Anna Varga nicht gelesen. Ich denke, das werde ich auch nicht nachholen.

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