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Er quält und ermordet ein älteres Ehepaar. Warum?
Die Journalistin Kajsa Coren wohnt in der Nähe des ermordeten Paares, ist besorgt und bringt sich gegen den Willen ihres Mannes (Polizeipsychologe) in die Ermittlungen ein.
Vordergründig recherchiert sie über Missbrauchsfälle in Kinderheimen, die vor Jahren geschahen, aber nie geahndet wurden. Hängen die Verbrechen zusammen?
Band 1 der Kajsa Coren Reihe ist ein packender Krimi.
Die Figur der Journalistin ist sensibel und tiefgreifend aufbereitet worden. Ihre privaten Eigenheiten (allein bei Kälte und Regen auf ihrer Terrasse sitzend), ihre Ehe-und Alltagsprobleme, ihre akribische Recherchearbeit und ihr unnachgiebiges Nachfragen, lassen sie lebendig, real und sympathisch wirken.
Im Laufe der Story wird immer deutlicher, wie nachhaltig der Missbrauch und die Demütigungen die Opfer ihr Leben lang quälen. Als Erwachsene sind sie genauso hilflos wie in ihrer Kindheit.
In diesem Krimi werden nicht nur die Peiniger bloßgestellt, sondern auch die Verantwortlichen, die nie etwas unternommen haben. Die Opfer bekommen nicht nur keine Entschädigung, sondern sie werden auch nicht mehr als Opfer anerkannt.
Mir hat der Krimi sehr gut gefallen, weil er nicht nur spannend war, sondern auch sensibel mit diesem schwierigen Thema umgegangen ist.
