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Für Ines und Marco Winkler beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Sie beziehen mit ihrer kleinen Tochter Emilia ihr neues Heim. Aber schon nach wenigen Nächten fühlt Ines sich beobachtet und glaubt eine dunkle Gestalt an ihrem Bett stehen zu sehen.
Die neue Siedlung Mons wirkt plötzlich für ihre Bewohner unheimlich. Panik beherrscht, als in Winklers unbewohnten Nebenhaus eine Leiche entdeckt wird. Jetzt werden Ines Beobachtungen, sie hatte auch eine dunkle Gestalt im Nachbarhaus gesehen, real und noch bedrohlicher.
Sascha Rotermund ist der richtige Erzähler für diesen düsteren Thriller. Seine spannungsgeladene Stimme verstärkt jeden Horror und Grusel um ein Vielfaches.
Eigentlich mag ich Arno Strobels Psychothriller sehr gerne. Sie entführen uns in Situationen, die eigentlich normal und erstrebenswert sind, um dann tief in einem Abgrund zu münden. Dieses Mal fand ich den Psychothriller sehr düster und beklemmend. Mit Sascha Rotermunds Stimme im Ohr konnte ich mich manchmal von dieser Düsternis nicht mehr befreien. Während einer mehrstündigen Zugfahrt nach einer mehrstündigen Wartezeit auf den Zug, habe ich das Hörbuch fast in einem Rutsch gehört und war am Ende fix und fertig. Das mag für den Autor zwar ein Erfolg sein, aber mir war es zu heftig. Das mag vielleicht damit zusammenhängen, dass ich dreifache Mutter bin und Thriller mit kleinen Kindern eh nicht so gut vertrage, aber ich hatte während der achteinhalb Stunden das Gefühl, dass alles immer schlimmer wird und kein Hoffnungsschimmer zu sehen ist. Mit dem Epilog versucht Arno Strobel offensichtlich eine gute Perspektive zu schaffen, die Verluste und Dunkelheit war meiner Meinung zu groß.
