Veröffentlicht in Thriller

Außergewöhnlicher Plot

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Paul Maertens ermittelt in mehreren Vermisstenfällen in Heidelberg. Als er endlich eine brauchbare Spur verfolgt, gerät er in Not und erschießt den vermeintlichen Täter. Der Täter fällt ins Wachkoma und kann nichts mehr bei der Suche nach den Opfern beitragen. Die Zeit wird knapp…

Maertens ist verzweifelt und ergreift die einzige Chance, die ihm seiner Meinung noch bleibt. Er kontaktiert einen berühmten Neurologen, der eine Methode entwickelt hat, die Gedanken eines Komapatienten zu lesen. Die Methode ist nicht nur wissenschaftlich umstritten.

 

Henry Faber hat einen außergewöhnlichen Plot zu einem spannenden Thriller verarbeitet.

Kurze Kapitel mit verschiedenen Sichtweisen und Rückblicken im gut lesbaren Schreibstil treiben den Leser förmlich durch die Seiten. Während der Leser den Druck unter dem Maertens steht, mitempfindet, werden Szenen eines eingesperrten Opfers eingestreut. Stellenweise sind die verschieden Erzählebenen verwirrend, aber sie werden genial wieder zusammengeführt.

Der einzige Kritikpunkt, zugegebenerweise auf hohem Niveau, ist, dass ich keine Beziehung zur Paul Maertens aufbauen konnte. Er blieb mir fast bis zum Schluss fremd, aber das ist subjektiv. Die Spannung hat mich mitgerissen. Ich wurde gut unterhalten und war überrascht über einige Wendungen, die für mich nicht vorhersehbar waren.

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