Veröffentlicht in Romane

Freundschaft, Liebe, Erwachsen werden

🦊 🦊 🦊 🦊

 

Tonino, Sohn der Journalistin Valerie, ist ein aufgeweckter, normaler Mailänder Junge, der allerdings auf eine teure Privatschule geht. Er fühlt sich unwohl und nicht angekommen in dieser Eliteschule. Als er in Schwierigkeiten gerät, flieht seine Mutter kurzerhand mit ihm zu einem Freund alter Tage, Piero. Mit Piero ist Valerie aufgewachsen, aber sie lebten in verschiedenen Welten.
Während ihrer Flucht erfährt Tonino vieles aus Valeries und Pieros Leben.

Daniel Speck entführt uns in die 60er Jahre Norditaliens. Von der rasanten Entwicklung der Autoindustrie bis zum Beginn der Arbeiter-und Studentenaufstände, begleiten wir den Autobauer-Sohn Piero, der in der Villa Rivolta aufwächst und Valerie, Tochter eines Schmieds, der als Widerstandskämpfer erschossen wurde, und der Köchin der Rivoltas. Piero und Valerie verbindet eine lebenslange Freundschaft, obwohl ihre Lebensräume stets von den Erwachsenen getrennt werden.
Valerie lernen wir gut kennen. Ihr Kampf zwischen Freundschaft und Liebe zu Piero füllt etliche Seiten. Für Piero sind die Gefühle einfacher. Für ihn ist Valerie seine Freundin und Vertraute. Flirts und die große Liebe sind anderen vorbehalten. Trotzdem beherrscht Piero immer wieder Valeries Leben.
Ich hätte mir noch mehr über den historischen Hintergrund und die Studentenkämpfe gewünscht. Außerdem fehlen mir bei Valerie der Wechsel zum Journalismus und bei Piero der Verlust oder Verkauf seines Unternehmens. Die finale Rolle von Toninos Vater, Flávio, verliert sich auch.
Das Ende lässt mich ziemlich verwirrt und unzufrieden zurück.
Schade

 

Hinterlasse einen Kommentar