Veröffentlicht in Thriller

Besessen, hoffnungslos, aber irre spannend

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Die forensische Psychologin Anna Salomon erhält endlich den ersehnten Zugang zum Hochsicherheitsgefängnis Weyer. An ihrem ersten Arbeitstag wird sofort klar, dass ihr Vorhaben schwierig und schmerzhaft sein wird. Sie erhofft sich Klärung über das Schicksal ihrer Schwester Sina, die vor 6 Jahren spurlos verschwand. Eine riesige Blutlache in Sinas Schlafzimmer hinterlässt nicht viel Hoffnung.

Anna vermutet Sonny, einen Freund von Sinas vermutlichen Mörder, der seine Identität im Gefängnis nie preisgegeben hat, in diesen Mauern zu finden.

Wow, das muss man erst einmal sacken lassen.

Das ist ein Psychothriller, der es in sich hat. Seine Qualität und Tiefe ist sicher dadurch begründet, dass die Autorin Psychologin ist und enorme Kenntnisse vom Innenleben möglicher Verbrecher hat, und darin, was den Leser fesselt.

Nach „Happy End“ habe ich den zweiten Thriller von Sarah Bestgen gelesen und mich begeistert besonders, dass ich zu Beginn nicht sofort in ein blutiges und grausames Verbrechen geworfen werde, sondern sich ganz allmählich Spannung, Zweifel und manchmal auch Grusel aufbaut. Im Laufe der Geschichte erfahre ich immer mehr Einzelheiten und bewege mich mit meinen Gedanken in eine bestimmte Richtung, um plötzlich und unerwartet von einer oder mehreren Wendungen überrascht zu werden.

Einfach genial!

Anfänglich hatte ich Schwierigkeiten Annas Beweggründe nachzuvollziehen, aber Sinas Tagebucheinträge und Leons Gedanken haben uns Leser ständig vorwärtsgetrieben.

Ich möchte nicht mehr spoilern, aber eine absolute Leseempfehlung geben.

Macht euch selbst ein Bild. Ich habe es genossen und freue mich auf den nächsten Thriller von Sarah Bestgen.

 

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