Veröffentlicht in Thriller

Beklemmend

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Jonas findet, trotz guter Vorsätze nach seinem 7-jährigen Gefängnisaufenthalt, keinen Weg, um ein normales Leben führen zu können. Alte Verbindungen ziehen ihn immer wieder zurück. An der verfallenen Tankstelle, dem klassischen „Lost Place“ trifft er auf Charu, Influencerin, die Lost Places fotografiert, aber mit ihrem Leben ebenfalls nicht zu Rande kommt. Als Dritte im Bunde taucht Edda, ein ca.10-jähriges völlig verängstigtes Kind auf. Mit der Zeit kommen sich die Drei näher.

Leise und in hoffnungsloser Stimmung kommt der Thriller erst langsam in Fahrt.

Ein Thriller ohne Ermittler mit langsam ansteigender Spannung. Es ist niederdrückend, was den drei Protagonisten an unüberwindlichen Hindernissen in den Weg gestellt wird. Anfänglich erschienen mir die Folgen ihres Handelns unrealistisch, aber letztendlich zeigt Thomas Knüwer, dass Menschen mit gebrochenen Lebenslinien nicht allein in der Lage sind, ein geordnetes Leben aufzubauen.

Die verschiedenen Lebenssituationen der Drei werden sensibel, aber möglichst neutral beschrieben. Die Ungerechtigkeit, die hier aufgedeckt wird, berührt und macht nachdenklich. Die Bilder, die im Kopf entstehen, fördern nicht nur Mitleid, sondern auch Verständnis und Bereitschaft, einfach mal genauer hinzusehen.

Die Charaktere sind genau und glaubwürdig dargestellt. Obwohl der Thriller fiktiv ist, entwickelt sich ein starker Sog.

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