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Die Stadt, fast die ganze Erde fällt ins Chaos. Nach einer Pandemie bricht die Wirtschaft zusammen. Plünderungen und Straßenkämpfe beherrschen das Leben.
Will Adams erlebt in seinem Haus am eigenen Körper die Gewaltbereitschaft der Banden. Die „Chaos“ Bande geführt von Brad, dem Sohn seinen Jugendfreundes und einflussreichsten Unternehmers Collin Lowe, überfällt Wills Familie, entführt seine Tochter Amy und vergewaltigt Wills Frau Heidi.
Seine Machtlosigkeit zwingt Will fast in die Knie.
Jo Nesbø hat eine gewaltige und beängstigend realistische Zukunftsvision aufgezeigt.
Wie verhalten sich Menschen bei einem extremen gesellschaftlichen Zusammenbruch?
Ein Vater sucht im allgemeinen Chaos seine entführte Tochter. Wen kann er um Hilfe bitten, wenn die Polizei nichts unternimmt? Wie kann man den Täter zur Rechenschaft ziehen, wenn man ihn den Gesetzgebenden Organen übergeben will, aber der Polizei nicht trauen kann? Wie kann man dennoch Gerechtigkeit herstellen?
Wichtige Fragen, auf die Nesbø interessante und spannende Antworten gibt.
Die Hauptakteure werden klar gezeichnet und ihre Vorgehensweisen sind gut nachvollziehbar. Die verschiedenen Sichtweisen der einzelnen Protagonisten teilt Nesbø nicht in verschiedene Kapitel ein, sondern er wechselt immer wieder die Schriftart, was manchmal etwas verwirrend ist.
Der Roman wirkt nach und macht mich nachdenklich. Wie würde meine Umgebung sich gestalten, wenn das Chaos ausbricht, sei es wirtschaftlicher Art oder auch durch Naturkatastrophen verursacht. Bei der heutigen Klimasituation denkt man da schon mal drüber nach.
