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In kurzem Abstand verschwinden zwei junge Frauen beim Joggen, in Bodø, einer malerischen Stadt nördlich des Polarkreises sowie auf der abseits gelegenen Insel Røst.
Jakob Weber und seine Kollegin Noora Yun Sande gehen zunächst von Entführungen aus, aber als Weber auf einen Cold Case mit zahlreichen Parallelen zu dem jetzigen Fällen stößt, befürchtet er, dass sie es mit einem Serienmörder zu tun haben.
Langsam, sehr langsam kommt dieser Thriller in Fahrt. Der Autor braucht die erste Hälfte des Buches zum Spannungsaufbau. Zum Teil überlagert die Hintergrundgeschichte der beiden Kommissare die eigentliche Ermittlungsarbeit und stört den Spannungsaufbau. Sicher gehört zu einer Thrillerreihe eine Hintergrundgeschichte, aber wir kennen Jakob und Noora zu wenig, um direkt von ihren Probleme eingenommen zu werden. Auch die einzelnen Teammitglieder kennen sich kaum und trauen sich vor allem noch nicht.
Über die Opfer erfährt man auch nicht viel. Iselin hat besorgte Eltern, einen Freund oder Exfreund und eine Freundin. Die Aussagen Letzterer widersprechen sich, was nicht genau nachgegangen wird. Vom zweiten Opfer erfährt man eigentlich nur etwas über die Besessenheit mancher ihrer Fans.
Auch die Lösung der Fälle befriedigt meine Neugier nicht, zu plötzlich und ich bin mir nicht sicher, wer wirklich hinter den Verbrechen steckt. Soll die finale Lösung vielleicht im nächsten Band stattfinden?
Ich bin mit diesem Thriller nicht ganz zufrieden, obwohl er sich gut lesen lässt und ich den stetigen Wechsel der Perspektive in kurzen Kapiteln gelungen finde.
Vielleicht entwickelt sich diese Reihe ja noch zum spannenden Pageturner.
