Veröffentlicht in Hörbücher

Interessant aber zu pathetisch

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In der Arktis machen Dr. Kristina Sabo und ihr Kollege José Ruiz Fernandes eine bahnbrechende Entdeckung. Ein leuchtendes Bakterium könnte den weltweiten Energieverbrauch drastisch senken. Doch als ein Experiment misslingt, infizieren sich beide Forscher. Es beginnt ein dramatischer Wettlauf um die Antikörperforschung. Gleichzeitig gerät das Projekt ins Visier von radikalen Umweltschützern sowie russischen Spionen und Saboteuren.

Die wissenschaftlichen Hintergründe und den harten Kampf um Forschungsgelder fand ich sehr interessant dargestellt. Auch die Elemente aus Spionage und Sabotage bringen gut Tempo in die Handlung. Leider konnte mich die Umsetzung nicht in allen Punkten überzeugen.

Der dargestellte Umweltschutz wirkt oft stark übertrieben und gewalttätig. Auch die Figur des Kampfschwimmers York Vard, der zum Schutz des Forschungsobjekts eingesetzt wird, war mir an vielen Stellen zu pathetisch gezeichnet.

Dass ein knallharter Spezialist nebenbei Gedichte schreibt, wirkte auf mich eher gewollt als authentisch. Auch dass zwei renommierte Forscher die Anzeichen einer schwerwiegenden Infektion an die Seite schieben, um einerseits das Projekt, was ja offensichtlich in die falsche Richtung läuft, nicht zu behindern und andererseits seine Familie nicht zu beunruhigen. Eine Ansteckung konnten beide Forscher nicht ausschließen.

Der Sprecher Wolfgang Berger passte gut zu einem Wissenschaftsdrama. Trotzdem habe ich etwas Lebhaftigkeit vermisst, wobei an einigen Stellen es mir zu pathetisch wurde.

Meine Bewertung: Ein inhaltlich interessanter Thriller, der jedoch an einigen überzeichneten Charakteren leidet. #blauesfeuer #michaelthode #yorkvard #thriller #hörbuchrezension

 

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