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Brunhilde Blum hat den schweren Katastrophen ihrer Vergangenheit den Rücken gekehrt. Seit einigen Jahren lebt sie gemeinsam mit ihrem Partner Reza auf einer Yacht in Kroatien und führt dort ein scheinbar beschauliches Dasein. Doch die friedliche Kulisse trügt. Als sie mit einem Ehepaar zu einem Ausflug aufbricht, stirbt plötzlich der Mann an Bord. Dieser unerwartete Todesfall markiert den Anfang einer Kettenreaktion. Schneller als gedacht gerät Blum erneut in eine Spirale aus Gefahren, die immer katastrophaler zu werden droht.
Obwohl ich die ersten drei Bände dieser Reihe nicht gelesen habe, konnte ich der Handlung dank gut platzierten Rückblenden und Erklärungen mühelos folgen. Bernhard Aichner baut die Handlung so auf, dass man immer wieder glaubt, der Scheitelpunkt der Krise sei erreicht, nur um kurz darauf noch tiefer in den Abgrund gezogen zu werden. Gemeinsam mit Reza keimt zwar rasch ein erster Verdacht auf, doch im weiteren Verlauf verliert man durch die Fülle an Verdächtigen schnell den Überblick.
Besonders beeindruckt hat mich die vielschichtige Charakterzeichnung der Hauptfigur. Blum ist extrem mutig und unerschrocken, was in einem sehr gelungenen Kontrast zu ihrer inneren Unsicherheit, ihrem Schutzbedürfnis und der Sehnsucht nach ihren Kindern steht. Durch diese Gegensätze wirkt sie unheimlich nahbar. Man kann sich diese ruhige, besonnene und zugleich extrem tiefgründige Frau wunderbar vorstellen.
Meine Bewertung: Ein packender und wendungsreicher Thriller mit einer faszinierenden Hauptfigur, der auch ohne Vorkenntnisse bestens funktioniert. #totenfraudierückkehr #bernhardaichner #rowohlt #thriller #buchrezension #elvirasbücherkiste
