Veröffentlicht in Krimis

Polizeiarbeit unter Druck

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Der Investigativ-Journalist Lothar Harting wird von seiner Haushälterin vermisst gemeldet. Lea Nielsen, die kommissarisch die Abteilung leitet, vermutet schnell ein Verbrechen dahinter.

Gegen die Widerstände ihres renitenten Kollegen Lars Cramer muss sie diesen Verdacht erst einmal durchsetzen. Da es weder an möglichen Motiven noch an Verdächtigen mangelt, müssen die Ermittler in alle Richtungen suchen.

Gleichzeitig steht Lea vor privaten Herausforderungen. Sie begleitet ihren an Demenz erkrankten Vater, während sie sich fragen muss, ob die Zeit reicht, alte Familiengeheimnisse zu lüften und ihr eigenes Leben neu zu ordnen.

Anna Johannsen legt spürbar Wert auf eine gut recherchierte und realistische Darstellung der Polizeiarbeit. Das hat mir sehr gut gefallen.

Die Ermittlerin Lea überzeugt durch ihre ruhige, besonnene Art. Sie lässt sich weder von schwierigen Kollegen noch von einem skeptischen Staatsanwalt beirren und verlässt sich auf ihren guten Instinkt. Zwar ziehen sich die Ermittlungen in die Länge, da in alle Richtungen ermittelt werden muss. Das bringt den Spannungsaufbau langsam, aber stetig voran.

Die Kombination aus fundierter Ermittlungsarbeit, Leas persönlichem Konflikt rund um die Krankheit ihres Vaters und die Gedanken an eine intensivere Bindung an ihren Freund, verleiht der Geschichte eine angenehme Tiefe.

Meine Bewertung: Ein ruhiger, gut durchdachter Kriminalroman mit viel Sinn für die Realität. #elvirasbücherkiste #rezension #kriminalroman #annajohannsen #polizeiarbeit

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